Allgemeine vertikale Sonnenuhr

Applet im eigenen Fenster, Höhe 576 oder 768

Das Applet berechnet Ziffernblatt und Stützstreben für allgemeine (abweichende) vertikale Sonnenuhren (ein schönes Beispiel findet man in Wehlen an der Mosel). Beides hängt von der geographischen Breite der Uhr und ihrer Abweichung von der (standardgerechten) Südrichtung nach Westen ab. Standardgerecht wird die wahre Ortszeit angezeigt. Ist der Schattenstab mit der richtigen Neigung gegen die Horizontale versehen (die gleich der geographischen Breite sein muss) und ist er nicht mit der Schattenebene aus der Südrichtung herausgedreht, so ist das Ziffernblatt für die wahre Ortszeit unabhängig von der Jahreszeit.

Soll die wahre Ortszeit wird auf die gesetzliche Zeit umgerechnet werden, müssen zwei Korrekturen angebracht werden. Eine ist konstant und hängt nur von der Differenz der geographischen Länge des Aufstellungsortes und der des Referenzmeridians der Zeitzone ab. Die andere hängt von der Jahreszeit ab und heißt Zeitgleichung. Soll das Zifferblatt die gesetzliche Zeit anzeigen, muss man daher die Zeitmarken für jeden Monat gesondert anbringen. Das Applet berechnet deren Position für den 5. jeden Monats und bezeichnet sie mit den Monatsinitialen, die gegebenenfalls durch die Tierkreiszeichen ersetzt werden können.

Soll die Uhr die gesetzliche Zeit auf diese Weise anzeigen, kann man die Lage der Schattenebene und des Schattenstabs ziemlich frei wählen. Ein Programm zur Berechnung bei freien Orientierung ist in Vorbereitung.

Die Voreinstellung zeigt das Ziffernblatt für die Sonnenuhr im Uferhang zwischen Neumagen und Trittenheim,



weil diese (leider!) trotz der natürlich lobenswerten Mühe nicht ganz geglückt ist. Die Uhr ist etwa 37 Grad aus der Südrichtung herausgedreht, der Schattenstab aber gleich mit und das ist ein Fehler. Auch hat der Schattenstab eine viel zu große Neigung gegen die Horizontale (85 Grad), so dass die Uhr nicht einmal auf Spitzbergen richtig arbeiten könnte. Die Marke fü 12 Uhr wahre Ortszeit liegt richtig senkrecht unter dem Fußpunkt der Schattenstabs. Die Marken auf der Horizontalen durch diesen Fußpunkt müssen immer genau 12 Stunden auseinanderliegen, und das ist hier nicht der Fall.

zurück zum Portal

Beschwerden, Zuspruch, Änderungsvorschläge hier